PIRO (Personal Identity Recreating Organisation) eine Lösung für das Problem der verloren-gegangenen Identität ?

Die Idee wurde initiiert durch den Blog meines Kollegen Alexander Müller.
(hier zur Einstimmung sein Original-Blog):

Schluss mit dem Asylmissbrauch!
Von Alexander Müller veröffentlicht am 23. Dezember 2016
( http://www.dailytalk.ch/schluss-mit-dem-asylmissbrauch/#comment-6340 )

Menschen in Not zu Helfen ist in Ordnung, doch der politisch institutionalisierte Asylmissbrauch gehört abgeschafft. Wenn eine Wille bestünde das Problem mit dem Asylmissbrauch zu lösen, hätte die Politik dies schon längst tun können.

Die meisten Asylbewerber, die in der Schweiz um Asyl ersuchen, erfüllen nicht die Voraussetzungen um den Asylstatus zu erhalten. Sie sind entweder aus einem sicheren Drittstaat eingewandert oder aber sie sind schlicht und einfach Wirtschaftsflüchtlinge.

Um dennoch eine Chance zu haben um Asyl zu erhalten, verschleiern viele Wirtschaftsmigranten ihre Identität. Dann gaukeln sie den Behörden etwas vor. So wie es der Tunesier Anis Amri gemacht hat. Er gab sich vor den Behörden als politisch verfolgter Ägypter aus. Sie glaubten ihm nicht und verweigern ihm Asyl, da er nicht wie ein Ägypter sprach und auch sonst nicht viel über Ägypten sagen konnte. Da Anis Amri aber seine tunesischen Dokumente nicht mehr hatte, konnte er nicht nach Tunesien ausgeschafft werden. Der Rest der Geschichte ist bekannt, Amri bemächtigte sich gewaltsam eines Lastwagens und wurde in Berlin zum Massenmörder.

Ich erwarte von der Politik ein klares Signal nach aussen. Es muss an all jene gerichtet sein, die in der Schweiz aus wirtschaftlichen Gründen um Asyl ersuchen. Diesen Leuten muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass wir in der Schweiz keinen Asylmissbrauch dulden. Wer seine Dokumente wegwirft um Asyl zu erschleichen oder die Abschiebung zu verhindern, der darf dafür nicht mit einem Aufenthaltsrecht belohnt werden. Für solche Leute muss die Schweiz eine Lösung finden. Ein Möglichkeit wäre es, diese Leute in ein Auffanglager in Afrika zu bringen. Dazu müsste die Schweiz ein Abkommen mit einem Land in Afrika abschliessen und ein entsprechendes Gelände beschaffen. In diesem Lager Internierte werden erst aus dem Lager entlassen, wenn sie ihre Identität bekannt geben und von ihrem Herkunftsland zurückgenommen werden. So könnten die Schweiz und andere europäische Länder das Abschiebeproblem lösen und wären obendrein weniger Attraktiv für Wirtschaftsfllüchtlinge, die unser Asylwesen missbrauchen.

________________________

Vorschlag PIRO :

Ich zitiere (Quelle Alexander Müller):

– „Ich erwarte von der Politik ein klares Signal nach aussen. Es muss an all jene gerichtet sein, die in der Schweiz aus wirtschaftlichen Gründen um Asyl ersuchen. Diesen Leuten muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass wir in der Schweiz keinen Asylmissbrauch dulden“.

Bis hier stimme ich Dir 100 % zu.
Aber dann:

– „Wer seine Dokumente wegwirft um Asyl zu erschleichen oder die Abschiebung zu verhindern, der darf dafür nicht mit einem Aufenthaltsrecht belohnt werden“.

Natürlich nicht. Was aber ist mit jenen (etwa Kindern in panischer Flucht vor bewaffneten Erwachsenen), die einfach keine Dokumente haben, weil sie sich diese nicht beschaffen konnten – in einem Krisen- oder Kriegsgebiet kann man nicht einfach in einem funktionierenden Einwohneramt solche Dokumente abholen.

– „Für solche Leute muss die Schweiz eine Lösung finden“.

JEIN: Die Schweiz „muss“ nicht, denn dafür ist nicht in erster Linie die Schweiz, sondern DIE EIGENE STAATSVERWALTUNG dieser Leute in der Pflicht.
Wenn letztere versagt, müsste
(noch BEVOR irgend ein fremder Staat oder gar die sich selbst verfassungsmässig zur Neutralität verpflichtende Schweiz sich in diese eigentlich innere Angelegenheit eines fremden Staates einmischt)
sinnvollerweise zuerst mal eine dafür (noch zu gründende ?) prädestinierte, internationale Hilfsorganisation für die (Wieder-)Herstellung einer international anerkannter Personen-Identität
(„PIRO“ = Personal Identity Recreating Organisation ?)
zum Zuge kommen, so wie das IKRK (Rotes Kreuz) oder MSF (Médecins Sans Frontières) für die medizinische Betreuung sorgen.

Die Gründung einer PIRO könnte eine sinnvolle Aufgabe für die Schweiz sein, weil das mit unserer humanitären Tradition der Vermittlungstätigkeit und Hilfsbereitschaft im Einklang steht und nicht mit unserer Verpflichtung zur Neutralität in Konflikt gerät, aber auch, weil die PIRO die Gefahr des Missbrauchs oder einfach Schadens durch fehlende Personal-Identität enorm reduzieren würde und damit nicht nur den betroffenen „Identitätslosen“, sondern auch international ALLEN zur Hilfe bereiten Staaten, Organisationen etc. bei deren Aufgaben einen wertvollen Dienst leisten könnte.

Ob es zweckmässig ist, dafür Menschen in einem Auffanglager zu internieren, wäre abzuklären:
die unbestreitbare administrative Erleichterung für die (Wieder-)Herstellung der Personal-Identität ist gegen die erfahrungsgemäss auftretende verringerte Konflikt-Resistenz bei einer solchen Internierung abzuwägen – hier möglichst situativ valable Lösungen zu finden wäre dann auch eine Aufgabe der PIRO – in Zusammenarbeit mit dem betroffenen Land, soweit dies möglich ist.

Autor: wernerklee

Da gebe ich gerne Freunden das Wort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s