Bürgerrecht : Steuer-Recht und Steuer-Gerechtigkeit

Ziele des Steuerrechts sind
aus Sicht des Staates die Beschaffung der Geldmittel, welche für die Erfüllung der dem Staat demokratisch übertragenen Aufgaben nötig sind,
aus Sicht des Steuerzahlers die korrekte Ermittlung der für die Steuerleistung massgebende Wirtschaftskraft jedes Bürgers sowie ein für jeden Bürger und für die Gemeinschaft möglichst geringer Aufwand für Ermittlung und Einzug des Beitrags.

Ein gutes Mass der Wirtschaftskraft einer natürlichen oder juristischen Person ist der von ihr getätigte Geldfluss, weil sowohl der Zufluss (Verkauf einer Marktleistung) als auch der Abfluss (Kauf einer Marktleistung) Prozesse sind, die einen wirtschaftlichen Wert repräsentieren und in engem Zusammenhang mit der Wirtschaftskraft stehen.

Eine sinnvolle Regelung für die Steuer ist daher die Erhebung eines zu vereinbarenden Anteils an Geldzufluss und Geldabfluss als Steuer.
Beispiele mit einem angenommenen Steuersatz 5% :
– Beispiel Produkt/Dienstleistung:
Preis CHF 60.-
Der Käufer bezahlt 63.-
Der Verkäufer erhält 57.-
Der Staat erhält 6.- (je 3.- vom Käufer und vom Verkäufer)
-Beispiel Miete:
Preis CHF 1’800.-
Der Mieter bezahlt 1’890.-
Der Vermieter erhält 1710.-
Der Staat erhält 180.- (je 90.- vom Käufer und vom Verkäufer)

Zu diesem Zweck muss jede Bezahlung entweder über entsprechende private elektronische Konten-Rechner (iWallets) oder über ermächtigte Finanz-Institute (Banken etc.) laufen, welche bei jeder Finanz-Transaktion den staatlichen Anteil automatisch und anonym den staatlichen Konten gut-schreiben.

Damit kann die Steuer auch verstanden werden als einer Art Vergütung einer Gemeinschaftsleistung, nämlich der zur Verfügungsstellung des Universaltauschmittels Geld.
Im Unterschied zur üblichen Einkommensteuer wird sie so nicht als eine Art Bestrafung für bezahlte Leistungserbringung von gut-Verdienenden viel-Arbeitenden empfunden.

Die praktische Realisierung setzt einen vollständigen Ersatz des heutigen Papier- und Münzgeldes durch elektronisches Geld voraus.

Der grosse Vorteil liegt in der einfachen Handhabung und Erhebung: die Erstellung, Kontrolle und Auswertung der Steuererklärung würde wegfallen, ebenso die durch die Selbstdeklaration geschaffene Möglichkeit zum Betrug.

Durch diese Vereinfachung sind für die CH-Gemeinschaft Kosteneinsparungen von geschätzten CHF 1 Mrd möglich (8000 Arbeitsplätze à CHF 125’000 .-). Hinzu kommt noch die Einsparung der (massiv angestiegenen und weiter steigenden) Kosten für die Münz- und Notengeld-Herstellung.

Ein weiterer Vorteil wäre die sofortige Verfügbarkeit der Steuermittel für die Verwaltung der Gemeinschaft sowie die wesentlich geringere Gefahr eines Liquiditätsengpasses für jeden Bürger aufgrund der ständigen anstelle der jährlichen Zahlung .

Die Vermögenssteuer sollte entfallen, hingegen ist ein Beitrag als Aufwandsentschädigung für staatlichen Eigentumsschutz UND Schadenersatz-Versicherung zu erheben.

Autor: wernerklee

Da gebe ich gerne Freunden das Wort

3 Kommentare zu „Bürgerrecht : Steuer-Recht und Steuer-Gerechtigkeit“

  1. VISION:
    Elektronisches Geld als Zahlungsmittel ist grundsätzlich auch mit iWallets denkbar, die unabhängig von Bankinstituten funktionieren und deren einzige „Bezugszentrale“ die staatliche Nationalbank ist (auch das Papier- und Hartgeld wird durch staatliche Nationalbanken ausgegeben und bezüglich Menge und Tauschwert kontrolliert – insofern würde sich also überhaupt nichts ändern).

    Konkret sind iWallets nichts anderes als private Einmann-Banken (der 1 Mann ist der Besitzer) in Form eines Taschenrechners mit
    – einer kontaktlosen Near-Feld- oder auch Wide-Aera-Kommunikationsmöglichkeit mit anderen iWallets,
    – Hard-und Software für die Identitätsüberprüfung und die Zahlungseingaben des Bediener/Besitzers
    – sowie einem Speicher für 3 Konten:
    — ein Zahlungs-Eingangskonto ZEK,
    — ein Zahlungs-Ausgangskonto ZAK
    — und ein Konto für Staatssteuern SSK, welches durch automatische iWallet-itnerne „Überweisung“ eines per Steuerfuss festgelegten prozentualen Anteils von Zahlungseingängen und von Zahlungsausgängen gespiesen wird.

    (Die Idee dahinter: die für die staatliche Steuerforderungen relevante Wirtschaftskraft des Steuerzahlers wird am besten durch dessen Zahlungseingänge UND ZAHLUNGAUSGÄNGE definiert. Steuerzahlungen sind dann nicht mehr eine Bestrafung für Einkommen durch Leistungserbringung, sondern eine Art Nutzergebühr für das vom Staat zur Verfügung gestellte Universal-Tauschmittel Geld)

    Die Bezahlung beim Kauf oder Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung würde wie folgt von statten gehen:
    Beispiel mit Produktwert CHF 100.- , Steuerfuss 5%
    Beim Kauf :
    Bezahlung von eigenem iWallet1 durch Abzug von ZAK1 CHF 105.-
    davon interne Überweisung iWallet1 an SSK1 CHF 5.-
    Überweisungen bei fremdes iWallett2 100.- , (CHF 100.- an ZEK2 und CHF 5.- an SSK2)
    Beim Verkauf :
    Zahlungseingang auf Wallet1 durch Zuweisung auf ZEK1 CHF 95% und SSK1 CHF 5.-
    Abzug beim fremden iWallet2 CHF ZAK CHF 105.-
    davon interne Überweisung beim fremden iWallet 2 auf
    SSK2 CHF 5.-

    Damit wäre Steuerbetrug ausgeschlossen (Steuerbetrugs-Kandidaten sind daher wahrscheinlich die entschiedensten Gegner einer solchen Neuerung)

    Die Initial-Speisung des iWallet-Zahlungseingangs-Konto ZEK könnten durch einen Rücktransfer von Bargeld (sowie von Bankguthaben) an die staatliche Nationalbank erfolgen.
    Traditionelle Bankgeschäfte würden danach in genau gleicher Weise funktionieren wie Kauf und Verkauf.

    Wenn das ZAK auf 0 steht, würde automatisch eine Überweisung von ZEK erfolgen UND dabei ZUGLEICH AUTOMATISCH das SSK an die staatliche Steuerkasse überwiesen.

    Sogar eine Überziehungsmöglichkeit des Zahlungsausgangs-Konto ZAK wäre möglich, indem ein Negativ-Kontostand (durch einen vom Besitzer festgelegten Wert) zugelassen wird.

    Ein solches Konzept ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten per sofort realisierbar, und auch die Sicherheit ist mit heutigen Technologien mindestens so hoch wie für Papier- und Hartgeld.

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  2. Geldwert und Preisüberwachung

    Es ist falsch, Geld als etwas Anonymes zu betrachten (was man dann etwa bei der Verbrechensbekämpfung wieder mühsam rückgängig macht – als „Anti-Geldwäscherei) !
    Das zur-Verfügung-stellen von Geld als Universal-Tauschmittel ist eine Dienstleistung der Nationalbank(en) IM AUFTRAG der ganzen Gesellschaft – weil es einfach praktischer ist, wenn der Bäcker für sein Brot nicht mit Traktoren-Teile vom Traktoren-Hersteller, sondern eben mit Geld bezahlt wird.

    Die WICHTIGSTE Funktion in der Geldwirtschaft hat der PREISÜBERWACHER, der dafür zu sorgen hat, dass jedes Produkt und jede Dienstleistung den „richtigen“ Geldwert erhält.
    (Denn natürlich versucht jeder Anbieter einer Marktleistung (Produkt oder Dienstleistung), seinem Angebot einen möglichst hohen Geldwert (Preis) zuzuordnen (damit er damit möglichst „viel“ von Anderen Anbietern anderer Leistungen erhalten kann).

    Wir hatten in der Schweiz mit Leo Schürmann einen hervorragenden Preisüberwacher, seine Nachfolge hingegen … naja, Schwamm drüber (staatliche Gebühren etwa bertrachten die als „hoheitliches“ Gut, welches NICHT der Preisüberwachung unterliegt – und genau deshalb explodieren ja auch die Preise für staatliche Gebühren !)
    Ich meine: der Preisüberwacher MUSS unbedingt DEMOKRATISCH gewählt werden !

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